Rund um die Navigationssysteme bietet die VMT GmbH Sensorik zur Erfassung und Ermittlung von Informationsdaten zum besseren Gelingen von Tunnelbauprojekten. Die folgenden Systeme dienen der Anzeige von Größen und Werten, die während des Rohrvortriebs für unsere Kunden von Bedeutung sind oder der Automatisierung zeitintensiver Arbeitsabläufe, die dadurch wirtschaftlich durchzuführen sind. Alle Systeme können als Stand Alone Systeme oder als Integration in die VMT Produktgruppe der Navigationssysteme auf allen Arten von TBMs aller Fabrikate verwendet und eingesetzt werden.
Leistungsmerkmale:
- Automatisierung von zeitintensiven Arbeitsabläufen
- Bereitstellung von Informationen zur weiteren Analyse
- Alternativen zu herkömmlichen Modulen bei extremen Bedingungen
Sensorsysteme
INCS Inklinometerkettensystem
Das Inklinometerkettensystem INCS (Inclinometer Chain System) bestimmt die vertikale Position der Vortriebsmaschine mithilfe 2-achsiger Inklinometer. In den ersten 5 Vortriebsrohren hinter der Maschine werden fünf Inklinometer in Reihe installiert. Die Auswertung der Messdaten wie Längsneigung und Verrollung, ermöglichen eine genaue und permanente Höhenbestimmung der TBM. Dieses System kann als Alternative zur elektronischen Schlauchwasserwaage, als Stand Alone System oder in Ergänzung zur elektronischen Schlauchwasserwaage, bei Vortrieben mit großen Höhenunterschieden zur Genauigkeitssteigerung eingesetzt werden. Das INCS zeichnet sich vor allem durch eine hohe Anwenderfreundlichkeit aus, da nach der Installation keine Betreuung durch das Baustellenpersonal erfolgt.
- permanente und präzise Vertikale Positionsbestimmung durch Inklinometer
- Alternative zur elektronischen Schlauchwasserwaage
- minimaler Betreuungsaufwand
- unabhängig von Trassierung und Vortriebsverfahren
- Stand Alone System oder integriert in ein jedes VMT Navigationssystem
ABLS Automatisches Bentonitschmiersystem
Das automatische Bentonitschmiersystem ABLS (Automatic Lubrication Bentonite System) von VMT gewährleistet eine kontinuierliche und gleichmäßige Schmierung des Rohrstranges unabhängig von Durchmesser und Haltungslänge. Pro Schmierquerschnitt werden 3 bzw. 4 Injektionsstutzen automatisch in definierbarer Reihenfolge und Intervallen von einer Steuereinheit mit Bentonit versorgt. Optional kann die Steuerung der Bentonitpumpe ebenfalls über die Systemsoftware des ABLS erfolgen, um somit eine effektive Schmierung zu garantieren. Die festgelegte Reihenfolge, die Injektionsdauer und -menge der einzelnen Ventile im Ringraum werden graphisch und numerisch angezeigt, dokumentiert und protokolliert.
- Reibungsloser Ablauf während des Vortriebs
- gleichmäßige und kontinuierliche Schmierung
- Arbeitserleichterung und Zeitersparnis
- Vollständige Dokumentation graphisch und numerisch
GMS Fugenmesssystem
Das Fugenmesssystem GMS (Gap Measurement System) dient der Überwachung ausgewählter Rohrfugen im Rohrstrang während des laufenden Vortriebs. Im Messquerschnitt werden die Fugenspalte, sowie die anstehenden Drücke an Haupt- und Dehnerstationen gemessen und die resultierenden Vortriebskräfte berechnet. Diese vom GMS protokollierten Daten liefern Statikern die Grundlagen für die Berechnung der tatsächlichen, aktuell maximal zulässigen Belastbarkeit der einzelnen Rohre während des Vortriebs. Ebenfalls dient das GMS als Schnittstelle zu verschiedenen bestehenden statischen Berechnungsmodellen, mit derer Hilfe eine Echtzeit-Kalkulation der momentan maximal zulässigen Pressenkräfte durchgeführt wird. Mit den aufgezeichneten Daten kann eine zuverlässige Prognose über die Belastung der Rohre und die zu erwartenden Pressenkräfte erstellt werden. Dadurch werden Schäden an den Vortriebsrohren und somit am Endprodukt selbst vermieden.
- Erfassung und Dokumentation von resultierenden Kräften aus Haupt-und Zwischenpressstationen an Rohrfugen
- Exakte Messdaten durch hochpräzise Wegmesssensoren
- Lückenlose Dokumentation der gesammelten Daten mit zugehöriger Stationierung und Uhrzeit zentimetergenau bei Haupt- und Zwischenpressenbewegung
- Minimaler Betreuungsaufwand während des Vortriebs
- Graphische Darstellung der Messwerte in übersichtlicher Diagrammform
AICS – Automatische Dehnersteuerung
Die automatische Dehnersteuerung AICS (Automatic Interjack Control System) ist eine intelligente Steuerungssoftware, die das Öffnen und Schließen der Dehnerstationen koordiniert und kontrolliert. Dehnerstationen können während des Vortriebs einzeln und im Verbund angesteuert werden. Verschiedene Einstellungen und Prüfroutinen ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Dehnerstationen. Während mit dem ersten Dehner Vortrieb geleistet wird, regelt die Dehnersteuerung parallel dazu das automatische Nachschieben des Rohrstranges. Durch das vollautomatische Nachschieben des Rohrstranges wird der Maschinenfahrer unterstützt und der Vortriebsprozess optimiert. Die Entlastung des Maschinenfahrers und die erreichte Zeitersparnis gewährleisten einen effizienten Ablauf des Vortriebsprozesses bei optimaler Ausnutzung und Kontrolle von zeitraubenden Abläufen.
- Automatische Dehnersteuerung während des Vortriebs
- Optimierung des Vortriebsprozesses bei langen Haltungen
- Zeitersparnis und optimale Kontrolle
- ermöglicht das Nachschieben des Rohrstranges bei gleichzeitigem Vortrieb
- Unterstützung des Maschinenfahrers
Videoüberwachung MOVi
Mit Netzwerkkameras werden Arbeiten an der offenen Ortsbrust überwacht und aufgezeichnet. Dies dient als Nachweis für den ordnungsgemäßen Abbau und zur Dokumentation der geologischen Verhältnisse. Eine beliebige Anzahl von Kameras kann an verschiedenen Stellen im Rohrstrang bzw. an der Oberfläche zur Beobachtung von Dehnerstationen, Pumpen oder der Separierungsanlage eingesetzt werden. Die Bilder der Netzwerkkameras werden im SteuerLeitSystem oder auf einem externen Bildschirm angezeigt und als Datei mit zusätzlichen Informationsdatensätzen wie Datum, Zeit und Stationierung abgespeichert.
- Echtzeitvisualisierung von Gefahrenstellen auf Baustellen
- Einsetzbar als Stand Alone System oder integriert in ein beliebiges VMT Navigationssystem
- Robuste, Tunneltaugliche Hardware nach Schurzart IP 65
- Optionale Speicherung der Kamerabilder in definierbaren Abständen
- Minimaler Installations- und Verkablungsaufwand
